Stand: 13.07.2026
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Wavefield Software, Inhaber Simon Waberski, Weißdornweg 15, 74821 Mosbach („Anbieter“) und Handwerksbetrieben („Kunde“) über die Nutzung der Software „Werkshand“ als Software-as-a-Service (SaaS). Der Kunde handelt beim Vertragsschluss ausschließlich in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit (§ 14 BGB); Verbraucherschutzvorschriften, insbesondere Widerrufsrechte nach §§ 355 ff. BGB, finden keine Anwendung. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nicht, auch wenn ihnen nicht ausdrücklich widersprochen wird.
Der Vertrag kommt durch Unterzeichnung des individuellen Lizenzvertrags zwischen Anbieter und Kunde zustande, in dem u.a. Firma, monatliches Entgelt und Einrichtungspauschale festgehalten werden; diese AGB werden Bestandteil dieses Vertrags. Der Anbieter stellt dem Kunden Werkshand zur browserbasierten Nutzung bereit (Kundenverwaltung, Auftrags- und Dispositionsverwaltung, Angebote/Kostenvoranschläge, Rechnungsstellung inkl. E-Rechnung sowie die zum Vertragsschluss jeweils freigeschalteten weiteren Module). Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang im Rahmen des vereinbarten Zwecks weiterzuentwickeln und zu erweitern. Nicht Vertragsgegenstand sind Steuer-, Rechts- oder sonstige Beratungsleistungen; die Nutzung ersetzt keine Prüfung durch Steuerberater oder Rechtsanwälte.
Es gelten die im Lizenzvertrag vereinbarten Preise (einmalige Einrichtungspauschale sowie monatliches Nutzungsentgelt, ggf. reduzierter Frühbucherpreis für eine begrenzte Anzahl an Kunden im ersten Vertragsjahr, danach der reguläre Monatspreis). Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne von § 19 UStG; in den Preisen ist daher keine Umsatzsteuer enthalten. Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Tagen ab Zugang ohne Abzug zu zahlen. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter nach vorheriger Mahnung berechtigt, den Zugang zur Software zu sperren, bis die offenen Beträge beglichen sind; das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.
Die Vertragslaufzeit ergibt sich aus dem Lizenzvertrag. Der Kunde kann den Vertrag mit einer Frist von höchstens zwei Monaten zum Ende eines Abrechnungszeitraums kündigen (Art. 25 Verordnung (EU) 2023/2854 – Data Act); das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt. Nach Vertragsende erhält der Kunde jederzeit auf Anfrage einen vollständigen, kostenfreien Export seiner Daten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format. Die Daten bleiben zu diesem Zweck noch 12 Monate ab Kündigung gespeichert und werden danach automatisch vollständig gelöscht (siehe Löschkonzept in der Datenschutzerklärung).
Der Kunde ist für die Vertraulichkeit der Zugangsdaten seiner Mitarbeiter verantwortlich und informiert den Anbieter unverzüglich bei Verdacht auf Missbrauch. Der Kunde ist allein verantwortlich für die Rechtmäßigkeit der von ihm und seinen Mitarbeitern eingegebenen Daten (insbesondere personenbezogene Daten seiner eigenen Kunden) sowie für die inhaltliche Richtigkeit erzeugter Belege (Angebote, Rechnungen, E-Rechnungen). Verbindet der Kunde ein eigenes E-Mail-Postfach, versichert er, zum Versand über dieses Postfach berechtigt zu sein.
Der Anbieter ist um eine Verfügbarkeit der Software von im Jahresmittel 99 % bemüht; ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster sowie Störungen außerhalb seines Einflussbereichs (z.B. Ausfälle des Hosting- oder Datenbankanbieters). Eine darüber hinausgehende, insbesondere vertraglich garantierte Verfügbarkeit wird nicht geschuldet. Support erfolgt nach Absprache per E-Mail oder Telefon zu den üblichen Geschäftszeiten.
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, insgesamt gedeckelt auf das 12-fache des monatlichen Nutzungsentgelts. Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen. Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in Höhe des Aufwands, der bei ordnungsgemäßer, regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
Für personenbezogene Daten seiner eigenen Kunden ist der Kunde datenschutzrechtlich Verantwortlicher; der Anbieter verarbeitet diese Daten als Auftragsverarbeiter auf Grundlage eines gesondert abzuschließenden Auftragsverarbeitungsvertrags (Art. 28 DSGVO), der Bestandteil des Lizenzvertrags wird. Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung des Anbieters.
Nimmt der Kunde am Weiterempfehlungsprogramm teil, gewährt der Anbieter für jeden erfolgreich geworbenen und zahlenden Kunden einmalig drei Monate Servicefreiheit (Erlass des monatlichen Nutzungsentgelts); eine Barauszahlung erfolgt nicht. Die Gutschrift erfolgt mit dem ersten Statuswechsel des geworbenen Kunden auf „Vertrag zustande gekommen“ beim Anbieter.
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies aufgrund geänderter Rechtslage, Rechtsprechung oder zur Anpassung an neue Funktionen erforderlich ist. Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf dieses Widerspruchsrecht und die Bedeutung des Schweigens weist der Anbieter in der Änderungsmitteilung gesondert hin. Bei Widerspruch bleibt es bei den bisherigen AGB; beide Seiten können den Vertrag in diesem Fall ordentlich kündigen.
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Kunde Kaufmann, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.